Ziele

Die Projektziele umfassen drei Schwerpunkte:

 

1. Erfassung und Bewertung ausgewählter Ökosystemdienstleistungen im Ost-Erzgebirge

Im Vordergrund stehen charakteristische Biotoptypen (vor allem Bergwiesen, Steinrücken, Moore, naturnahe Fließgewässer und Wälder), deren Leistungen und Werte exemplarisch erfasst und dargestellt werden. Es geht darum, die Verflechtungen zwischen den verschiedenen Leistungen und ihren Nutzern aufzuzeigen sowie die Problematik von Angebot und Nachfrage bzw. Kosten und Nutzen zu thematisieren.

 

2. Ökonomische und institutionelle Bewertung umweltpolitischer Steuerungsinstrumente sowie des Managements von Ökosystemen

Die vorhandenen regulatorischen Instrumente der Umweltpolitik in Bezug auf Ökosystemdienstleistungen sowie das gegenwärtige Management von Ökosystemen und Ökosystemdienstleistungen beiderseits der deutsch-tschechischen Grenze werden identifiziert (institutionelle Analyse) und deren Wirksamkeit bzw. Effizienz ermittelt (ex-ante-Evaluierung). Daraus sind Vorschläge abzuleiten, auf welche Weise diese Instrumente und Maßnahmen weiter entwickelt werden können, insbesondere im Hinblick auf den Erhalt, die Wiederherstellung und die Steuerung (Governance) der Ökosystemdienstleistungen in nationalen Umweltpolitiksystemen bzw. mit speziellem Fokus auf die sich aus der grenzübergreifenden Anwendung und Abstimmung ergebenden Synergie-Effekte.

 

3. Zielgruppenorientierte Aufbereitung der Ergebnisse, Öffentlichkeitsarbeit/Umweltbildung – unter Einbeziehung neuer Medien

Die Ergebnisse werden für die Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung beiderseits der Grenze eingesetzt, um die Bevölkerung für die Bedeutung von Ökosystemdienstleistungen zu sensibilisieren. Dabei werden – unter strikter Beachtung des Naturschutzes – auch neue Wege der Umweltbildung genutzt, wie die Informationsbereitstellung auf mobilen Geräten (Smartphones) oder das Angebot von virtuellen Lehrpfaden und GPS-Geländespielen, um auch Technik-Begeisterte an die Natur heranzuführen.